Welche Menge an Elektronikartikeln finden sich in deutschen Haushalten?

Wie viele Elektronikartikel in deutschen Haushalten im Einsatz sind, wird erst deutlich, stellt man sich einmal einen Tag mit Stromausfall vor: Glücklich, wer seinen Radiowecker und seine (Funk-) Uhr mit Batterien betreibt. 

Er hat schon einmal die Chance, nicht zu verschlafen. Aber gleich im Bad geht das Chaos los, denn die elektrische Zahnbürste, die Munddusche und der Rasierapparat versagen ihren Dienst. In der Küche findet man in der auf die Frühstückszeit programmierten Kaffeemaschine eine leere Kanne vor und da hilft auch nicht der Alleskönner weiter, der Kaffeevollautomat mit Touchscreen. Weil die Butter aus dem Kühlschrank streichzart ist, kommt die bange Frage auf, ob all die Lebensmittel in Gefrierschrank und -truhe wohl auch schon so weich sind?

Wie verläuft der Tag?
Was also tun in einem Haushalt, in dem die Rolläden geschlossen bleiben, weil sie nur über die Fernbedienung zu öffnen sind? Waschmaschine, Wäschetrockner, Bügeleisen, Bügelstation, nichts ist zu gebrauchen. Aber kalt ist es inzwischen geworden, weil die Wärmepumpe und die Heizungssteuerung samt Thermostat ja auch ausgefallen sind. Und das elektrische Kaminfeuer ist jetzt keine Ersatzmöglichkeit. Da Putz- und Näharbeiten entfallen, weil der Staubsauger und die Nähmaschine nicht einsatzfähig sind, bleibt ja viel Zeit, Musik zu hören oder sich einen Film anzuschauen. Aber kein Radio, kein Kassettenrekorder, kein CD-Player, keine Stereoanlage samt Lautsprecher, kein MP3-Player funktioniert. Also auf dem Keyboard spielen und dank Verstärker das Haus mit Musik erfüllen? Fehlanzeige! Fernsehapparat, Videorekorder und DVD-Spieler kann man auch gleich vergessen. Wozu ist eigentlich der Beamer gut? Bleibt die eine Möglichkeit, statt in einem E-Book zu lesen, ein richtiges Buch zur Hand zu nehmen! Oder wäre es nicht befriedigender, jetzt sportlich die Zeit auf dem Hometrainer zu nutzen?

Kinder und Elektronikartikel:
Besonders aufreibend können an einem solchen Tag die Kinder werden, denn sie kennen nur ein Leben mit Elektronikartikeln! Sie kommen von der Schule,h aber ohne Herd und Mikrowelle gibt es keine warme Mahlzeit. Was tun? Kuchen backen – und das wie früher ohne Mixer und Küchenmaschine, so richtig von Hand! Doch ohne Waage und ohne Backofen? “Wie, kein Telefon und das Handy ist leer!?” “Wie sollen wir unsere Hausaufgaben machen ohne Computer?” “Im Laptop und im Netbook sind die Akkus längst leer!” Was tun? Bei den Nachbarn fragen, ob man deren iPhone oder iPad ausleihen darf? Aber die hören einen ja gar nicht, weil die Klingelanlage verstummt ist.
Weder der Empörung noch der sich breit machenden Langeweile der Kinder ist heute mit dem Hinweis zu begegnen: “Du hast doch eine Spielekonsole!”
Immerhin lässt sich mit dem batteriebetriebenen Blutdruckmessgerät kontrollieren, ob der Blutdruck inzwischen tatsächlich auf gefühlte 180 gestiegen ist.
Am besten wird es sein, die ganze Familie geht früh ins Bett und träumt davon, wie schön und einfach es morgen sein wird, wenn es wieder Strom gibt und alle Elektronikartikel funktionieren!

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